Was tun?

Täter kommen aus allen sozialen Schichten und es gibt kein „Kochrezept“ für die Abhilfe.

 

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Auswirkungen von Gewalttaten für das Opfer, aber auch darüber, welche Konsequenzen sie für den Täter haben. 
  • Verdeutlichen Sie Ihrem Kind: Wer heute Täter ist, kann morgen Opfer sein! Es gibt immer einen der noch stärker, noch rücksichtsloser, noch gemeiner ist.
  • Fördern Sie bei Ihrem Kind das Verständnis für andere, fremde Kulturen. Tolerieren Sie keine Gewalt, auch keine Beleidigungen, Beschimpfungen und menschenverachtenden Äußerungen. Denken Sie auch hier an Ihre Vorbildfunktion.
  • Erklären Sie, dass Gewalt unsozial ist und von unserer Gesellschaft abgelehnt und verurteilt wird. 
     

Über das Aufklären allein und reden kommt man nicht an die Haltungen heran, die Ihr Kind als Täter eingenommen hat, genauso wenig über die Emotionen. Ein Mobbingtäter, wird sein „Spiel“ nicht aufgeben, auch nicht, wenn Sie ihn den ganzen Tag umarmen, küssen und ihm sagen wie lieb sie ihn haben. Er wird auch nicht aufgeben, wenn Sie ihn auf sein Mitgefühl für das Opfer ansprechen. Er hat schlichtweg keines. Die Antwort auf die Frage nach dem Warum (er das tut) wird lauten „der ist doch selbst Schuld.“


Die einzige Möglichkeit die man hat, einmal entstandene Haltungen zu verändern, besteht darin, dass man die Kinder dafür begeistert neue Erfahrungen zu machen. Wenn das bisher eine tolle Erfahrung war, seinen Mitschüler zu mobben, brauchen Täter eine neue Erfahrung, zu der man sie inspiriert. Sie - oder ein Anderer - müssen herausfinden, was die wirklichen Bedürfnisse Ihres Kindes sind.


Ihr Kind muss diese Bedürfnisse befriedigen können, dann verliert es sein Interesse Aufmerksamkeit als Täter zu bekommen. Dann muss es keine Macht mehr ausüben, um sein Ziel zu erreichen. Es hat eine neue Haltung eingenommen und dadurch ein neues Verhalten gelernt.