Tätertypen

So vielschichtig wie die Ursachen von Mobbing und Gewalt sind, so unterschiedlich können die Ausprägungen bei Tätern sein. Es gibt nicht den typischen Gewalttäter und deswegen ist das Erkennen auch nicht so einfach. Untersuchungen (Brinkmann, 2002, et. al.) unterscheiden unterschiedliche Täterprofile. Brinkmann unterscheidet folgende Typen:

 

Der Sadist

Er quält gerne und möchte die Opfer tief im Selbstwertgefühl verletzen. Besondere Merkmale des Opfers erkennt er sofort und diese lösen bei ihm einen Instinkt fürs Quälen aus. Wehrt sich das Opfer quält er es noch mehr.

 

Der Neider

Er möchte etwas haben was ein anderer hat. Er versucht durch Intrigen dem Opfer Schaden zuzufügen und erfreut sich daran, da so sein eigenes Leben wieder besser erscheint. Er ist sehr geschickt im Mobben und deshalb schwer zu erwischen.

 

Der Unterwürfige

Er geht Konflikten aus dem Weg und dient gehorsam seinen „Vorgesetzen“.  Ist ihm jedoch eine Person unterlegen, zeigt er dies offen und „tritt nach unten“. Er reicht somit den von oben erhaltenen Druck nach unten weiter.

 

Der Machtmobber

Sein Ehrgeiz steht niemals still, er möchte vor allem Geld, Macht und Einfluss. Er  terrorisiert und quält andere so lange bis sie ihm den Weg zum Ziel freimachen.

 

Der Wichtigtuer
Er verfügt über ein verzerrtes Selbstbild und möchte seine Wichtigkeit ständig beweisen. Im Mittelpunkt zu stehen bereitet ihm eine große Genugtuung.

 

Der Zufallstäter

Er ist aus einem oft harmlosen Konflikt als der Gewinner hervorgegangen und es liegt bei ihm ob ihm ein Sieg genügt oder ob er sein Opfer „fertig machen“ will. Entscheidet er sich für letzteres, unterscheidet er sich im Verhalten nicht von dem der aktiven Mobber.