No Blame Approach  

Der No Blame Approach (wörtlich „Ohne Schuld Ansatz“) ist eine lösungsorientierte Vorgehensweise in der Tradition systemischer und kurzzeit- therapeutischer Ansätze von Steve de Shazer und Insoo Berg. Er gibt Schulen ein einfaches Instrument an die Hand, bei Mobbing zum Wohl und Schutz der Mobbing-Betroffenen zu handeln mit dem Ziel, Mobbing nachhaltig zu stoppen.

Die besondere Faszination und gleichzeitig große Herausforderung des Ansatzes liegt darin begründet, dass - trotz der schwerwiegenden Problematik - auf Schuldzu- weisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Vielmehr vertraut der Ansatz auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen  ....

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Grenzen der Streitschlichtung

Streitschlichter, Konfliktlotsen, Peacemaker, Mediatoren in der Abgrenzung zu Mobbing

An vielen Schulen gibt es inzwischen Schülermediatoren oder Streitschlichter. Damit das Konzept funktioniert, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Unparteiische Dritte stehen als Vermittler im Konfliktfall zur Verfügung, um den beteiligten Schülern zu helfen, einvernehmliche Lösungen zu finden.
  2. Sie entscheiden nicht darüber, wer Recht hat, und sie können nicht strafen. Streitschlichter helfen Konflikte zu entschärfen und die Konfliktbeteiligten zu einem friedlichen und respektvollen Umgang miteinander zu befähigen. Deshalb müssen Sie durch Kompetenz, Neutralität und interessierte Nähe überzeugen.
  3. Mediation – Streitschlichtung - geschieht auf freiwillger Basis. Nur wenn beide Parteien den ernsthaften Willen zu einer Lösung haben, kann Mediation erfolgreich sein. Es erfordert Einsicht, den Willen zu lernen und die Absicht, Verletzungen Dritter zu vermeiden.
  4. Das Verfahren hat bestimmte Regeln, die die Schlichter zuvor erlernen.
  5. Mediation ist die dialogische Regelung symmetrischer Konflikte. Das bedeutet, dass zwischen den Konfliktbeiteiligten ein Kräftegleichgewicht herrscht, bevor im Gespräch ein Konflikt gelöst werden kann.

Das Streischlichter-Programm hat seine Grenzen (Schäfer LMU, Kasper, Konfliktmanagement S45): 

Bei Mobbing besteht kein Gleichgewicht der Konfliktparteien. Die Handlungen der Mobber sind vorsätzlich, gezielt, sie wollen verletzen. Sie haben Spaß bei ihrem Tun, sie wollen keinen respektvollen Umgang und sind erst recht nicht an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Je länger das Mobbing schon dauert, desto weniger können Streischlichter etwas bewirken.

Mobbing kann nur durch gezieltes, kompetentes Eingreifen der Erwachsenen gestoppt werden. Das sind zunächst die Lehrer der Schule, doch selbst die stoßen oft genug an ihre Grenzen. Experten, Lehrer, Eltern, Mitschüler müssen ein klares Regelwerk erstellen und sich zu dessen Einhaltung verpflichten. Es muss jedem klar sein: „An unsere Schule ist Mobbing geächtet und es hat Konsequenzen.“, die auch erfolgen müssen.

 

No Blame Approach

Als Lösungsmodell hat sich der
    "No Blame Approach" bewährt.

Mobbingberatung * Werner Ebner * Tel.: 07123-381613 (18:00 -20:00 Uhr) * Mobil: 0170 7919326 *Email: info@schueler-mobbing.de