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Prävention von Gewalt als pädagogische Aufgabe

Prävention von Gewalt hat das Ziel, langfristig durch Veränderung von Einstellungen und Verhaltensweisen die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass es nicht zu gewalttätigem Verhalten kommt. Man unterscheidet drei Ebenen der Prävention:

Primärprävention
Die Primärprävention hat zum Ziel, durch psychologische und pädagogische Maßnahmen ein Einstellungs- und Verhaltensrepertoire aufzubauen, damit  eine gewaltfreie Konfliktlösung möglich wird. Hierunter sind all die Konzepte zu verstehen, die

auf Konfliktlösung ohne Niederlage,
auf Entwicklung einer Streitkultur,
auf bewusste Kontrolle aggressiver Affekte,
auf die Entwicklung prosozialer Normen des Zusammenlebens

zielen.

Sekundärprävention
Sie kümmert sich um Risikogruppen und Risikosituationen, wenn es bereits zu Gewalttaten gekommen ist, oder um einzelne Schüler, die sich in einer akuten Konflikt und Krisensituation befinden. Diese Schüler fallen auf durch:

Leistungsversagen oder prügeln sich häufig mit Mitschülern.

Sekundärprävention in der Schule bedeutet: zunächst Anwendung eines „Erstverhaltens“, welches der Situation angemessen ist, danach ergreift der Lehrer Maßnahmen, die der Deeskalation von Gewalttätigkeit einerseits und dem Aufbau eines prosozialen Verhaltens andererseits dienen.

Tertiärprävention
Sie richtet sich auf Täter und Opfer, die in konkrete Gewaltereignisse verwickelt waren. Bei diesen ist zwar der „Fall“ formal zum Abschluss gebracht, es ist aber eine pädagogische „Nachsorge“ erforderlich, z. B. „Täter-Opfer-Ausgleich“, damit Spätfolgen und das Entstehen neuer Gewalttaten vermieden werden. Wesentliche Ziele sind hier Aufbau und Stärkung von Selbstregulations- und Eigengestaltungskräften.

 

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