Das kannst du als Opfer tun

Vorausschauend Denken und Handeln:

Man kann in Rollenspielen üben, kein Opfer eines (gewaltkriminellen) Angriffs zu werden. Wichtig dabei ist der Überraschungseffekt: den Täter mit unüblichem Verhalten aus seinem Konzept bringen.

Dazu dienen folgende Tipps:

  • Reagiere auf Gefahrensituationen sofort:
  • Warte nicht so lange, bis aus einer Belästigung eine Gewalttat wird.
  • Entferne dich von dem, der dich belästigt.
  • vermeide jeden Körperkontakt und mache die Gefahrensituation sofort öffentlich.
  • weise andere Personen auf deine Situation hin: "Der Mann/Mitschüler belästigt mich, ich fühle mich bedroht".
  • Jetzt sind auch Andere (Zeugen) vorgewarnt, und der Täter überdenkt sein Verhalten neu: In der Regel kommt er zu dem Schluss, dass es zu riskant für ihn ist, sein gewalttätiges Vorhaben umzusetzen, da mit Widerständen zu rechnen ist, und er tritt den Rückzug an.
  • Bleibe sachlich und fordere den Täter nicht heraus, das könnte die Situation verschlimmern.
  • Schaue ihm in die Augen, versuche mit ihm zu reden.
  • Wenn er sich auf ein Gespräch einlässt: Höre dem Täter ruhig zu, mache dann aber energisch klar, dass er dich in Ruhe zu lassen hat.
  • Wichtig: Werte ihn nicht als Person ab - also: keine Beleidigungen!
  • Schreie laut - möglichst nicht "Hilfe",  Kreischen ist besser, es macht den Täter eher mürbe.
  • Fordere von anderen konkret Hilfe ein und sage, was getan werden soll.
  • Meide die Plätze an denen die Angriffe passieren. Wenn ein Ausweichen nicht möglich ist, dann sorge dafür, dass sich dort vertraute Personen aufhalten.
  • Versuche nicht, dich durch Süßigkeiten oder andere Geschenke von den Attacken „freizukaufen“. Es wird ihm gefallen und er wird mehr wollen.

Also verschweige nicht, was dir angetan wurde, sondern sprich mit deinen Eltern, Lehrern oder guten Freundinnen und Freunden darüber. Bitte deine Lehrer um Hilfe. Je nach Situation wende dich an die Polizei.

Wenn du abwartest verschlimmert sich deine Situation.- verdsprochen!

Es geht nicht vorbei, es hört nicht auf.
Es hört dann auf, wenn du etwas unternimmst.