Es ist bemerkenswert, dass sich die Diskussion fast nur mit den aggressiven Schülern befasst und vor allem der Frage nachgeht, warum Kinder aggressiv sind. Die Frage nach den Kindern, die zu Opfern werden, welche Bedingungen dafür bedeutsam sind, und was für die Opfer pädagogisch getan werden kann, wird eher selten gestellt.
Persönlichkeitsmerkmale:
ängstlich,
ungeschickt,
Minderwertigkeitsgefühle,
physisch schwach;
ist gern daheim und erfreut sich guter Familienbeziehungen;
scheu,
ungesellig,
reagiert bei Attacken mit Schreien;
kommuniziert schlecht, .
Schulmerkmale:
positive Einstellung zur Schule;
wenig Freundschaften;
unterdurchschnittlich populär ...
Familienmerkmale:
überbehütet;
von der Familie abhängig;
enge Beziehungen zur Familie, aber viel mehr Familienprobleme als unauffällige Schüler ...
Physische Faktoren:
schwach,
unfähig, sich zu wehren;
wenig Energie;
jünger und kleiner als „Täter“; unterdurchschnittlich attraktiv ...
Hinweis: Das ist eine mögliche Aufzählung von Merkmalen, die auf ein Opfer zutreffen können.
Ob ein Schüler also
Markenklamotten trägt oder nicht
dick oder dünn ist,
eine Zahnspange, eine Brille trägt
besonders kurze oder lange Haare hat
erhöhen in keiner Weise das Mobbingrisiko! Jeder Fall ist individuell und die bloße Ansammlung von Merkmalen bestimmt nicht die Opferrolle.
Olweus, Dan
Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten - und tun können.
Leymann, Heinz ''Der neue Mobbing-Bericht. Erfahrungen und Initiativen, Auswege und Hilfsangebote '' Rowohlt Hamburg 1995
et.al.
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