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Pädagogischer Tag - Gestaltungshinweise für eine Durchführung

Methodische Leitgedanken:
■ Orientierung an den Problemen und Bedürfnissen des Kollegiums,
■ Fallmaterial aus der eigenen Schule verwenden,
■ Kleingruppenarbeit, keine großen Vorträge vor dem Plenum,
■ Beteiligung aller Kollegen im Rahmen überschaubarer Gesprächsgruppen,
■ Kein Verweilen in „Man-müsste-Klagen“, sondern zügiges Erarbeiten von konkreten Veränderungsvereinbarungen --> Zeitvorgaben.


Methodische Schritte:
■ Nach informellen Vorgesprächen (auch mit der Schulleitung) Vorbereitung durch ein Leitungsteam.
■ Erhebung von Problemen und Fragen mittels eines einfachen anonymen Fragebogens für Lehrer nach folgendem Muster:

Welches Schülerverhalten setzt Ihnen persönlich am meisten zu?
(Kurze Schilderung einer Situation, in der sich dieses Verhalten zeigte.)
Unter welchem Schülerverhalten leiden Ihrer Meinung nach viele Mitschüler am meisten?
Welche negativen Verhaltensweisen haben Ihrer Meinung nach in den letzten Jahren an dieser Schule zugenommen?
Lässt sich Ihrer Meinung nach das Verhalten „schwieriger“ Schüler durch Veränderungen im schulischen Bereich positiv beeinflussen? (ja, durch ... teilweise, durch ... )


Pädagogischer Tag
■ Zur Vorbereitung auf den Pädagogischen Tag werden die Ergebnisse dieser Erhebung nach Themengruppen sortiert und auf Plakate übertragen.
■ Diese Vorgaben dienen als Anregungen für die Kleingruppen-Gespräche, in denen die Problembereiche analysiert und erste Lösungsansätze entwickelt werden können.
■ Die Diskussion darf nicht allzu lange bei Analysen und Zustandsbeschreibungen verweilen, sie muss frühzeitig auf das Ziel hinarbeiten: „Wir planen als Lehrerkollegium konkrete Vorhaben, um unsere Problemsituation zu verändern.“
■ Verbindliche Absprachen treffen: Wer macht was, wo, mit wem, wer kontrolliert?
■ Formulierung von Evalutionsfragen und Verabredung von Terminen zur Erfolgskontrolle.


Methodische Möglichkeiten:
■ Problemerhebung und Themenformulierung zusammen mit dem Kollegium.
■ Visualisierung durch Plakate und Wandzeitungen.
■ Entspannungsübungen.
■ Rollenspiele: Identifikation mit Gewalttätern, Opfern, Schülern, Eltern, betroffenen Kollegen.
■ Genaues Hinhören auf die Kollegen.
■ Feedback geben und nehmen.