Ein Wort an die Lehrer:

In jedem Schulgesetz steht neben dem Bildungsauftrag auch, dass die Schule einen Erziehungsauftrag hat. Als Lehrer sind Sie auf die Landesverfassung und das Schulgesetz vereidigt. Dem nicht nachzukommen grenzt fast schon an Meineid.

Der Tatort ist die Schule und auch bei Cybermobbing hat das gravierende Auswirkungen auf das Schulleben. Deswegen ist es zwingend, dass sich die Schule des Mobbings annimmt.

Ein Umdenken ist angesagt und es besteht großer Handlungsbedarf. Trotz guter Konzepte und Handlungsmöglichkeiten incl. Fortbildungen dazu, ist es für Eltern nicht mehr zu begreifen, warum dieser Plage nicht Einhalt geboten wird.

Es gibt immer noch Schulleiter, die gerne eine weise Weste haben, die sich rühmen alles im Griff zu haben, Schwierigkeiten wegdiskutieren und darauf stolz sind, dass sie hohe Wissensstandards haben.  Sie erklären Mobbing für nicht existent an ihre Schule und verschließen die Augen. Welche Dramen und leidvolle Schicksale könnten vermieden werden, wenn die Damen und Herren SL sich kümmern würden.

Liebe Lehrer,

  • nicht jeder Schüler, der sich immer weniger am Unterricht beteiligt, sich in den Noten verschlechtert ist dumm oder faul. Das hat eine Ursache - hinschauen!
  • nicht jeder Schüler, der lautstark protestiert oder sich wehrt ist ein aggressiver Täter genau hinschauen!
  • nicht jeder Schüler, der Schule oder Unterricht verweigert ist überfordert und gehört an eine andere Schule - Ursachen erforschen!

Und dann gibt es noch die vielen Irrtümer auf allen Seiten und selbstverständlich gibt es viele Schulen, die hervorragende Präventions- und Interventionsarbeit bei Mobbing und Gewalt leisten.