| Beratung für Schulen, Lehrer, Erzieher, Eltern, Opfer.
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sWas man bei Mobbing besser vermeiden sollte...
Die Eltern des Täters werden ihr Kind entweder in Schutz nehmen und damit das aggressive Verhalten billigen oder sie bestrafen und der Täter lemt am Modell der Eltern, dass "Strenge" im Umgang mit anderen eine angemessene Strategie ist. Beide Alternativen bedeuten für das Opfer weitere Viktimisierung. 2. Als Eltern des Opfers mit dem/den Täter/n sprechen. Warum nicht? Die Eltern des Opfers werden entweder versuchen Mitgefühl beim Täter zu wecken oder dem Täter zu "drohen". Das direkte Einschreiten der Eltern des Opfers interpretiert der Täter als Schwäche des Opfers, sich nicht selbst wehren zu können fühlt sich selbst aufgewertet. "Droht" man dem/den Täter/n hingegen, setzt man selbst eine aggressive Strategie ein, was dazu führt, dass der/die Täter das Opfer für das "Petzen" bestrafen (Aggression verstärkt Aggression). 3. Das Opfer mit zu sämtlichen Lehrergesprächen mitzunehmen Warum nicht? Lehrende neigen dazu, die Schuld für das Mobbing zunächst beim Opfer zu suchen. Opfer hingegen neigen nach einiger Zeit dazu, sich selbst die Schuld am Mobbing zuzuschreiben. Eine Konfrontation mit den Lehrenden ist für das Opfer in jedem Fall emotional sehr schwierig und kann Schuldgefühle beim geschwächten Opfer verstärken. 4. Als Lehrer den speziellen Fall diskutieren Warum nicht? Um Mobbing effektiv zu bekämpfen, müssen Täter und Opfer leinen, dass bestimmte Verhaltensweisen in der Schule unangemessen sind. Nimmt aber der Lehrerende im Gespräch mit der Klasse konkret Bezug auf das Opfer und den/die Täter, führt man die Mobbingsituation auf bestimmte Personen zurück: Täter und Opfer, aber auch die Mitschüler werden damit in ihrem Glauben bestärkt, dass das Opfer die Schuld an dem Mobbing trage und Täter würden das Opfer für sein Beschweren bestrafen. Darüber hinaus lernen Mitschüler auf diese Weise, dass man als Opfer vor der Klasse bloßgestellt wird und als Täter die erwünschte Aufmerksamkeit erfährt. 5. Nach kurzfristiger Besserung in einem Mobbingfall wieder locker lassen Warum nicht? Unternehmen Lehrende Maßnahmen und zeigen diese den erwünschten Erfolg, so dürfen diese nicht bei kurzfristiger Besserung der Mobbingsituation eingestellt werden: Die Schüler und Schülerinnen lernen daraus, dass zwar Unannehmlichkeiten auftreten, wenn sie jemanden schikanieren, aber diese nicht von langer Dauer sind. Das Opfer wird also in Zukunft massiver schikaniert, damit es nicht wieder petzt. Inkonsequenz der Betreuer verstärkt die Aggression bei den Schülern. 6. Mobbing auf die Persönlichkeit des Opfers zurückführen Warum nicht? Für das Opfer bedeutet das eine klare Schuldzuweisung und die Übertragung der ganze Verantwortung für das Entstehen aber auch das Beenden von Mobbing. Das Opfer wird dadurch noch stärker in für ihn/sie "unlösbare" Situation gedrängt und möglicherweise zu riskanten Handlungen verleitet (Suizid, Weglaufen, Schule schwänzen, Autoaggression). 7. Mobbing als Problem zwischen bestimmten Personen behandeln z.B. "Du solltest vielleicht einfach ein bisschen mehr aus Dir herausgehen, dann würden Deine Mitschüler auch anders auf Dich eingeben"( zum Opfer) oder "Du weißt doch, dass sie/er so ist lass sie/ihn doch einfach in Ruhe" (zum Täter) Täter und Opfer werden in ihren Rollen respektive Handlungsweisen bestärkt, was eine Perspektivenübernahme erschwert oder sogar verhindert und zu weiterem Mobbing führt. 8. Das Opfer aus der Klasse nehmen Warum nicht? Täter haben einen Bedarf an erzieherischer Aufmerksamkeit. Verlässt z.B. das Opfer die Klasse, so würde das aggressives Verhalten als eine effektive Strategie bestätigen und sehr wahrscheinlich würden sich Täter einfach ein neues Opfer suchen. Das Opfer lernt hingegen, dass Weglaufen ein Weg zur Problemlösung ist und das es keine Sicherheit erwarten kann. Das erhöht Angst, dass es auch von den neuen Klassenkameraden schikaniert wird. Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München |
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